Der Abschied vom Campingplatz beginnt für mich nicht erst am Morgen der Abreise.
Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass ein entspannter Abreisetag vor allem davon abhängt,
was bereits vorher erledigt wurde.
Nicht aus Pflichtgefühl – sondern, um den letzten Tag bewusst genießen zu können.
Warum ich den Abreisetag nicht überfrachte
Früher habe ich vieles bis zum letzten Moment aufgeschoben.
Markise einfahren, Sachen verstauen, aufräumen – alles am Morgen der Abreise.
Das hat funktioniert, aber es hat den Tag unnötig hektisch gemacht.
Heute gehe ich anders vor.
Ich versuche, den Abreisetag selbst möglichst ruhig zu halten – und verlagere vieles auf den Vortag.
Vorbereitung am Vortag – ganz ohne Stress
Wenn das Wetter passt und klar ist, dass wir am nächsten Tag weiterfahren, beginne ich bereits am Vortag mit kleinen Vorbereitungen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Dinge, die nicht mehr gebraucht werden, zu verstauen
- Tisch und Stühle früher einzupacken
- lose Gegenstände im Außenbereich zu sichern
So bleibt der letzte Abend entspannt – ohne das Gefühl, noch „arbeiten“ zu müssen.
Beim Abbauen geht es für mich vor allem darum, alles sicher und ordentlich zu verstauen.
→ CEE-Kabel im Wohnmobil sicher verstauen – meine Lösung aus der Praxis
→ Ladungssicherung in der Heckgarage – Zurrschienen und Gurte aus der Praxis
Das Wetter im Blick behalten
Ein Punkt, den ich besonders schätzen gelernt habe: das Wetter ernst zu nehmen.
Wind oder Regen am Abreisetag können vieles unnötig kompliziert machen.
Wenn absehbar ist, dass sich das Wetter verschlechtert, packe ich lieber früher zusammen.
Das fühlt sich deutlich besser an, als morgens im Regen oder bei starkem Wind alles schnell
erledigen zu müssen.
Der Morgen der Abreise
Am Abreisetag selbst bleibt dann meist nur noch das Nötigste:
- Frühstück
- letzte Handgriffe im Innenraum
- ein kurzer Blick über den Stellplatz
Kein hektisches Einpacken, kein Zeitdruck.
Der Fokus liegt darauf, ruhig loszufahren – nicht darauf, möglichst schnell fertig zu werden.
Abschied nehmen gehört dazu
Ein kleiner, aber für mich wichtiger Punkt:
Ich verabschiede mich gern von den Nachbarn, wenn sich in den Tagen zuvor Kontakt ergeben hat.
Ein kurzer Gruß oder ein paar nette Worte runden den Aufenthalt ab und lassen den Abschied bewusst wirken – nicht abrupt.
Mein Fazit aus der Praxis
Eine entspannte Abreise beginnt für mich nicht am Abreisetag, sondern bereits davor.
Wer sich rechtzeitig vorbereitet, nimmt Druck aus dem letzten Tag und verlängert
das Urlaubsgefühl ein Stück weit.
So endet der Aufenthalt ruhig – und die Rückfahrt beginnt ohne Hektik.
Für uns beginnt die Rückreise nicht erst am Abreisetag vom Campingplatz.
Wir nehmen uns dafür bewusst Zeit.
Bei längeren Reisen von etwa drei Wochen verbringen wir in der Regel 10 bis 14 Tage an einem festen Ort. Dieser Abschnitt ist für uns der Hauptaufenthalt der Reise.
Die Rückreise planen wir nicht erst am Abreisetag dieses Hauptaufenthalts, sondern bereits einige Tage vorher. Oft legen wir bewusst noch ein weiteres Highlight ein – zum Beispiel ein paar Tage am Gardasee oder eine Stadtbesichtigung in Florenz.
Diese Stopps planen wir frühzeitig ein, sodass die Rückfahrt nicht wie ein abrupter Abschluss wirkt, sondern wie ein weiterer Abschnitt der Reise. So bleiben wir gedanklich im Urlaubsmodus und lassen den Aufenthalt ruhig ausklingen.
Im nächsten Artikel geht es genau darum:
wie ich die Rückfahrt bewusst plane, warum ich mir dafür mehr Zeit nehme als für die Anreise – und weshalb gerade dieser Teil der Reise für mich oft besonders schön ist.
→ Nächster Artikel: Rückfahrt mit dem Wohnmobil – entspannt nach Hause kommen